WerkII presents: Lirr, Support: Krawehl

05
/ Okt
Donnerstag
2017

WerkII presents: Lirr, Support: Krawehl

Time
08:00 pm

„God’s on our side; welcome to the jungle“ ist mit 10 Titeln und 28 Minuten Spielzeit der erste Longplayer von LIRR, die mittlerweile auf 5 angewachsen sind. Hallo Mats (Gesang/Gitarre).

Wer beim ersten Hören denken mag, dass dieses urbane musikalische Schlachtschiff zwischen unzähligen Partys in den Metropolen des Landes entstanden ist, täuscht. Lirr. blieben im Norden, nahmen sich zwei Jahre Zeit, inkludierten Mats von Wind und Farben, der auch schon bei „ritual“ das Layout und das Video zu „tongue“ gestaltete, und blieben dem Prozedere von „ritual“ treu.

Aufgenommen in der Tonpension von Fin Wiese und gemixt von Magnus Wichmann in den Lala Studios Leipzig, machten lirr das, worauf sie Bock hatten: Musik, in der sie ihre eigenen Einflüsse so verarbeiteten, um am Ende 10 Songs bzw. einen Soundtrack durch unzählige Genres zu kreieren. Dabei liefern lirr keine Experimente, sondern treffen die selbstbewusste Entscheidung, genau so zu klingen.

Lirr. spielen auf „god’s on our side; welcome to the jungle“ maßgeblich Emo/Screamo
und vermengen darin nicht nur Post Rock-, Indie-, Soul-, Jazz-, Hip Hop-, Trap- und R’n’B-Elemente, sondern bauen ganze Songs in diesen unterschiedlichen Genres auf. Die Band hat hier musikalisch Außergewöhnliches zusammengetragen und schafft es trotzdem flüssig zu klingen. Das Album beginnt mit einer heftigen 1:11 Minuten kurzen Chaos-Peitsche. Krächzender Bass, heulende Gitarren, wütendes Drumming und die im Wechsel geschrienen und gesungenen Vocals untermalen das Aufwachen der Hauptfigur im Dschungel.

Musikalisch erlebt die Platte mit den Titeln 4-6 eine wesentliche Wendung, bei denen zum Teil charakteristische musikalische Bestandteile lirrs ausgehebelt werden und erst zum Ende mit „grow“ wieder integriert werden. Ambiente Soundlandschaft, tanzbare Beats und zum Teil gerappte Lyrics prägen hier den Sound. „Mtv“ sticht auf dem Album als poppigster Titel heraus. Der Titel baut auf einem simplen eingängigen Beat auf, der von einer Lo-Fi Gitarre, wie sie auch für Bands wie DIIV und BEACH FOSSILS typisch ist, begleitet und mit einem Slide-Gitarrenspiel
verfeinert wird. Nach dem dritten Mal hören, lässt sich dann auch der Refrain mitsingen.

4rooms, Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr

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